Der spanische Wohnungsmarkt tritt in eine neue Phase ein, die nicht von Überangebot, sondern von Knappheit geprägt ist.
Laut kürzlich von Idealista veröffentlichten Daten ist die Zahl der zum Verkauf stehenden Wohnungen im ganzen Land innerhalb eines Jahres um 20 % gesunken – der stärkste jährliche Rückgang in deren Aufzeichnungen.
Dieser nationale Trend zeigt sich besonders stark in Gebieten wie Alicante, und insbesondere an der Costa Blanca in Städten wie Jávea, Moraira und Dénia, wo das Käuferinteresse hoch bleibt, während neue Angebote immer knapper werden.
Quelle: Idealista –Historic drop in the supply of housing for sale: it suffers a 20% drop until June — idealista/news — idealista/news (Q2 2025)
Es gibt mehrere Gründe für den aktuellen Mangel an verfügbaren Immobilien:
1. Hohe Nachfrage, besonders an der Küste
Trotz jüngster Zinsschwankungen bleibt die Käufernachfrage stark, insbesondere von ausländischen Käufern und Zweitwohnungsinteressenten an der Mittelmeerküste. Immobilien in begehrten Orten werden oft verkauft, noch bevor sie auf den großen Portalen erscheinen.
2. Geringe Neubauvolumen
Die Anzahl der Neubauten hält mit der Nachfrage nicht Schritt. Baukosten, begrenzte Grundstücksverfügbarkeit und Planungsverzögerungen führen dazu, dass neue Projekte nur langsam umgesetzt werden – besonders in Orten wie Jávea oder Moraira, wo viele Flächen bereits entwickelt oder geschützt sind.
3. Eigentümer zögern beim Verkauf
Da die Preise in vielen Regionen weiter steigen, halten einige Eigentümer ihre Immobilien zurück, warten auf höhere Angebote oder vermieten sie kurzfristig. In stark touristisch geprägten Orten ist es üblich, dass Verkäufer ihre Angebote in der Hochsaison zurückziehen, um die Immobilie zu vermieten.
In der Provinz Alicante sank der Wohnungsbestand bis Mitte 2025 im Jahresvergleich um rund 20 %, was genau dem nationalen Durchschnitt entspricht. Besonders ist jedoch die Konzentration stark nachgefragter Zweitwohnungsmärkte innerhalb der Provinz.
Städte wie Jávea, Moraira und Dénia gehören konsequent zu den am meisten gesuchten Orten für nationale und internationale Käufer. Gleichzeitig ist das Angebot hier knapp, viele Makler berichten, dass neue Immobilien bereits innerhalb weniger Tage verkauft werden – oder gar nicht erst online erscheinen.
Jede dieser Küstenstädte bringt eigene Herausforderungen mit sich:
Jávea: Begrenztes Bauland und hoher Umweltschutz führen zu wenigen Neubauten. Gebrauchtimmobilien sind stark nachgefragt.
Moraira: Ruhiger, kleiner Markt mit begrenztem Wechsel. Immobilien werden hier oft langfristig gehalten.
Dénia: Mischung aus ganzjährigem Wohnen und touristischer Nachfrage hält Preise hoch und Angebot niedrig.
Diese Städte bleiben sowohl für nationale als auch internationale Käufer attraktiv, insbesondere für diejenigen, die Lifestyle-Immobilien oder Zweitwohnungen am Meer suchen. Das Angebot an verfügbaren Objekten ist jedoch begrenzt.
Für Käufer:
Schnell handeln – Verzögerungen können teuer werden.
Zusammenarbeit mit lokalen Maklern, die Zugang zu Off-Market-Objekten haben, lohnt sich.
Hohe Konkurrenz, besonders bei gut gelegenen oder modernisierten Immobilien.
Für Verkäufer:
Starker Markt: Gut präsentierte Immobilien erzielen hohe Preise.
Jetzt inserieren, während die Nachfrage hoch ist, besonders bevor der Herbst die saisonale Aktivität verlangsamt.
Lokale Experten hinzuziehen, um Preise und Sichtbarkeit optimal zu gestalten.
Der deutliche Rückgang des Wohnungsangebots verändert die spanische Immobilienlandschaft – besonders in stark nachgefragten Küstenregionen. Wer in Jávea, Moraira oder Dénia kaufen oder verkaufen möchte, sollte auf Timing und lokale Expertise achten.
Source: Idealista, July 2025 Historic drop in the supply of housing for sale: it suffers a 20% drop until June — idealista/news